memonews-2015-08

memoNews, August 2015 – Deutsche Bibliothek ISSN: 1610-5303

– zu Lernen, Lehren & Gedächtnistraining sowie
– zu Ausbildereignungsprüfung (AEVO)

– für Lernende und
– für Bildungs-Profis (Lehrer, Dozenten / Trainer in der Weiterbildung)

… und hinsichtlich des Punktes 4.: auch für Eltern, Onkel und Tanten, Omas und Opas

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Guten Tag, liebe Leserin, lieber Leser,

die vorliegenden memoNews liefern Ihnen folgende Inhalte:

  1. Leichter einprägen: „Es sind die Beispiele …“
  2. Lerntechniken und Gedächtnistechniken kombinieren
  3. Kleine Gedächtnisleistung, große Wirkung: Elevator Pitch
  4. Schreiben lernen: Diktate der etwas anderen Art, Teil 1
  5. kostenfreie Lernkartei: verkäuferische Werbebriefe

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1. Leichter einprägen: „Es sind die Beispiele …“

Innerhalb meiner Seminare zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung behandeln wir die Lerntheorien. Eine der fünf typischen Lerntheorien ist die ‚klassische Konditionierung‘.

Manche TeilnehmerInnen kennen das bekannteste Beispiel für die klassische Konditionierung: den Versuch mit dem Pawlow’schen Hund.

Aber es fällt den TeilnehmerInnen meist schwer, passende Beispiele aus der Alltagspraxis zu nennen bzw. passende Beispiele zu konstruieren. – Es sind jedoch eher die Beispiele als die abstrakten Beschreibungen, die wir uns besonders leicht merken / einprägen können!

Manchmal erzähle ich den TeilnehmerInnen die wahre Geschichte eines jungen Mannes, der sich ‚normal‘ verhielt, weil er noch nicht entsprechend (klassisch) konditioniert war:

In einem Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigen gab es eine Abteilung, in der ein junger Mann erst wenige Wochen zuvor seine Ausbildung begonnen hatte.

Während der Mittagszeit befanden sich einige der Mitarbeiter noch in einer Sitzung, die anderen saßen in der Kantine. Der Auszubildende ‚hielt die Stellung‘.

Die Tür ging auf, ein gut gekleideter Herr trat ein und wollte mit dem Abteilungsleiter sprechen. Der Auszubildende antwortete, dass der Abteilungsleiter sich noch in einer Besprechung befinde und fragte den Besucher dann, ob er etwas ausrichten soll. Der Besucher nannte seinen Namen und bat darum, dass ihn der Abteilungsleiter nach seiner Rückkehr anrufen soll. Der Auszubildende notierte den Namen des Besuchers und dessen (hausinterne) Telefonnummer und verabschiedete den Besucher normal freundlich.

Als der Abteilungsleiter zurückkam, informierte der Auszubildende ihn, dass er bitte Herrn XY unter der Telefonnummer 124 anrufen soll. Der Abteilungsleiter wurde bei dieser Nachricht sichtlich nervös: Bei dem Besucher hatte es sich um den Generalbevollmächtigten, quasi den obersten Boss im Unternehmen, gehandelt …

Die Nervosität des Abteilungsleiters war das Ergebnis einer klassischen Konditionierung.

Der Auszubildende hatte den Besucher nicht gekannt und sich deshalb verhalten wie bei jedem anderen Besucher zuvor. Sein Verhalten war (noch) nicht auf das Zusammentreffen mit dem Big Boss konditioniert.

Einer meiner Seminarteilnehmer zitierte einmal folgende Aussage: „Beispiele sind die Haken für unsere Erinnerungen.“

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2. Lerntechniken und Gedächtnistechniken kombinieren

Beispiele gehören aus meiner Sicht zu den ‚Lerntechniken‘. Deshalb lasse ich meine Seminarteilnehmer im oberen Kästchen (rechts) zu < gute Lerntechnik: > den Begriff „Beispiele“ eintragen.

478-Raster

Gedächtnistechniken funktionieren anders; ein Beispiel: Sofern Sie alle fünf Lerntheorien aus der Erinnerung aufzählen können wollen, könnten Sie unter anderem die Story-Technik nutzen.

Wie man Lern– und Gedächtnistechnik (hier: Story-Technik) am Beispiel der fünf Lerntheorien kombinieren könnte, lesen Sie in dieser PDF:

478

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3. Kleine Gedächtnisleistung, große Wirkung – Elevator Pitch

Seit einigen Jahren hört man immer wieder den Begriff ‚Elevator Pitch‘.

„An elevator pitch, elevator speech or elevator statement is a short summary used to quickly and simply define a profess, product, service, organization, or event and its value proposition.“ [Quelle: Aileen Pincus, „The Perfect (Elevator) Pitch“. Business week.] – Geschmeidig übersetzt: ‚Verkaufsgespräch im Fahrstuhl‘.

Sofern Sie Unternehmer oder Verkäufer sind:

  • Können Sie Ihren Gesprächspartner in 60 Sekunden für Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung interessieren … und sogar begeistern?

Gern nenne ich Ihnen meine Vorgehensweise, um den ‚Elevator Pitch‘ für die von mir angebotene AEVO-Lernkartei zu entwickeln:

  • Zunächst hatte ich schriftlich formuliert, wem die AEVO-Lernkartei nutzt und welches die wichtigsten Vorteile der AEVO-Lernkartei sind.
  • Danach habe die Formulierungen auf Stichworte reduziert.
  • Dann habe ich aus den Stichwörtern geschmeidige Aussagen formuliert.
  • Zum Schluss habe ich diese Aussagen laut gesprochen.

Dieser Entwicklungsprozess hatte sehr viel länger gedauert, als die obige Beschreibung vermuten lässt.

Weil ich schon kurze Zeit nach der Auseinandersetzung mit meinem Elevator Pitch den Anruf eines Interessenten bekam, der sich über die AEVO-Lernkartei informieren wollte, habe ich wahrgenommen, dass sich meine Beschäftigung mit dem Elevator Pitch gelohnt hatte: Vermutlich habe ich nie zuvor den Nutzen der AEVO-Lernkartei so prägnant darstellen können!

Das folgende Video besteht aus zwei Teilen:

  • aus meinem Elevator Pitch (etwa 40 Sekunden) sowie
  • aus der Darstellung meiner Kompetenz hierzu (etwa 20 Sekunden)

 

Um mir die Prägnanz dieses ‚Verkaufsgesprächs‘ zu bewahren, habe ich mir eine entsprechende Lernkarte geschrieben. Von Zeit zu Zeit werde ich prüfen, inwieweit ich meinen Elevator Pitch noch beherrsche:

Elevator Pitch AEVO-Lernkartei

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4. Schreiben lernen: Diktate der etwas anderen Art, Teil 1

Die ersten fünf (von insgesamt zehn) Tipps für Mütter und Väter, Tanten und Onkel, Omas und Opas:

Wenn Sie es für notwendig erachten, mit Ihrem Kind Diktate zu üben, dann braucht Ihr Kind noch lange nicht darüber begeistert zu sein …

Lern-Prozesse gegen den Willen der Lernenden sind generell unergiebig; Lernen mit Freude (mit Motivation) ist ungleich erfolgreicher!

Sofern Ihnen, als Eltern (Tanten, Onkel, Omas, Opas) lediglich die guten Ideen fehlen, wie Sie ‚lustvolles Lernen‘ auslösen könnten, dann werden die folgenden Tipps eine hilfreiche Anregung für Sie sein:

erster Tipp: Wenn unsere Kinder zu schreiben anfangen, dann könnten wir zunächst alle Fehler tolerieren! Wir könnten unsere Kinder allein schon für die Tatsache loben, DASS sie bereits Freude am Schreiben haben und WIE sie bereits schreiben.

Alles, was wir selber einmal zu tun anfingen, haben auch wir nicht sofort richtig gemacht, weder das Kochen von Mahlzeiten, noch das Bohren von Dübel-Löchern in Betonwände, noch das Führen eines Autos. – Wie empfanden wir es denn damals, wenn ein ‚Wissender‘ dann sofort an unserem noch nicht perfekten Tun herumgemäkelt hatte: eher motivierend oder eher demotivierend?

zweiter Tipp: Eine weitere Möglichkeit, die vorhandene Schreib-Motivation nicht kaputt zu machen bzw. sie zu fördern, ist, dass wir nur solche Texte für Übungs-Diktate nutzen, an deren Inhalte unsere Kinder stark interessiert sind – die sie als ‚echt affengeil‘ empfinden.

Außer zu solchen Texten wie ‚Schminken‘, ‚Fußball‘, ‚Musik‘ usw. könnte es sich zum Beispiel um Witze handeln!

dritter Tipp: Da das Lesen von Texten gleichzeitig eine Vorbereitung zum orthografisch richtigen Schreiben darstellt (und umgekehrt!), sollten Lesen und Schreiben optisch gleich sein: Wenn unsere Kinder die Texte in den Schulbüchern nur in Druck-Buchstaben zu lesen bekommen, dann sollten unsere Kinder auch die Diktate in Druck-Buchstaben schreiben dürfen!

vierter Tipp: Recht schnell stellt sich heraus, dass es ja nur relativ wenige Wörter sind, die unsere Kinder noch nicht richtig schreiben können. Warum müssen wir unsere Kinder dann trotzdem mit den kompletten Diktat-Texten ‚quälen‘?

Wir könnten unsere Kinder vor dem ‚Diktat‘ (der etwas anderen Art) den kompletten Text lesen lassen und mit ihnen gemeinsam überlegen, WELCHE Wörter darin wahrscheinlich ’schwierig‘ sind und mit welchen Gedanken man es sich einprägen könnte, WIE diese Wörter geschrieben werden, zum Beispiel bei der Großschreibung, weil das betreffende Wort auf „-ung“, „-heit“ und „-keit“ endet. (Daraus kann man einen leicht einprägsamen Merksatz bilden …)

Auf diese Weise geben wir unseren Kindern die Möglichkeit, vorab besonders aufmerksam hinzuschauen, wie die schwierigen Wörter richtig geschrieben werden und warum diese Wörter so geschrieben werden! – Diese Konzentration auf das Wesentliche ist doch eigentlich genau das, was wir wollen! Oder empfinden wir dieses vorherige Hinschauen als eine Art ‚Schummeln‘ oder unzulässige  ‚Vereinfachung‘?

Also: WELCHE Wörter, WIE und WARUM?

fünfter Tipp: Mit PC-Technik und Internet-Zugriff ist es heute kein großer Aufwand mehr, inhaltlich motivierende Texte zu finden und in ansprechender Weise aufzubereiten: insbesondere große Schrift-Type, zweifache Ausfertigung (Original und Lückentext), ggf. die Absätze in unterschiedlichen Farben ausdrucken.

Wenn es schon notwendig ist, dass Sie, als Mutter oder Vater, zu Hause ‚Nachhilfe‘ geben: Vielleicht haben Sie hiermit einige Anregungen bekommen, damit die ‚Stimmung‘ bei dieser ‚Ergänzungs- Schul-Arbeit‘ nicht in beiderseitigen Frust umschlägt. – Ich selbst, als Vater, hatte seinerzeit leider nicht die nötige Distanz, um schon damals zu diesen Einsichten zu kommen …. Auch an Eltern-Abenden und Eltern-Sprechtagen habe ich diese Ideen (bis auf das ‚Lauf-Diktat‘)  leider nicht vorgestellt bekommen.

Welcher anderen Mutter / welchem Vater könnten Sie diesen Text empfehlen? – Fortsetzung folgt in der September-Ausgabe der memoNews.

Honorarfreier Nachdruck mit Quellenangabe (www.HineinHeraus.de) gern erlaubt!

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5. kostenfreie Lernkartei: verkäuferische Werbebriefe

So können Sie verkäuferische Werbebriefe aufbauen und formulieren (17 Grundregeln)

Texte_formulieren

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Und das waren die Inhalte der Ausgabe Juni 2015:

  1. Zweisprachigkeit fordert und fördert die Gehirnleistung
  2. In nur 66 Minuten die Morse-Zeichen verstehen können
  3. Bei einem Vortrag souveräner auftreten – durch kreatives Lern-Denken
  4. Neues Video: Was ist die Grund-Idee der Lernbox nach Leitner?
  5. Drei Kurz-Infos rund um ‚Lernen, Lehren & Gedächtnistraining‘
  6. Bereiten Sie sich (oder einer Ihrer Kollegen) auf die Ausbildereignungsprüfung vor?

memoNews Juni 2015

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Beste Grüße, guten Nutzen!
– Ihr Reinhold Vogt –
Deutschlands innovativer Lerntechnik- / Gedächtnistrainer

 

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