memoNews 2016-03

memoNews, März / April 2016 

– zu Lernen, Lehren & Gedächtnistraining sowie
– zu Ausbildereignungsprüfung (AEVO)

– für Lernende und
– für Bildungs-Profis (Lehrer, Dozenten / Trainer in der Weiterbildung)

.

Guten Tag, liebe Leserin, lieber Leser,

diese Ausgabe bietet Ihnen folgende Inhalte:

-> Vorab das Wichtigste: Flüchtlinge

1.  Lernen bis zur unbewussten Kompetenz
2.  Ganz spezieller Lerninhalt, Teil 1: Verkaufen

3.  Ganz spezieller Lerninhalt, Teil 2: Zeitmanagement / Selbstorganisation
4.  Negative Erfahrungen mit AEVO-Prüfungen / Kritik am IHK-System

.

-> Vorab das Wichtigste: Flüchtlinge

Es gibt in Deutschland aktuell zwei gegensätzliche Lager hinsichtlich der Flüchtlinge (und vermutlich eine schweigende Mehrheit dazwischen).

Ich nutze diese memoNews gern, um meinen Standpunkt kundzutun:

Die Generation meiner Eltern hat Deutschland aus Trümmern wieder aufgebaut und das Wirtschaftswunder geschaffen. Geholfen haben die finanziellen Mittel des US-amerikanischen Marshallplans, obwohl Deutschland den Zweiten Weltkrieg zu verantworten und ungeheuerlich viel Leid verursacht hatte. – Deutschland ist heute ein sehr reiches, wohlhabendes Land, das über eine sehr große wirtschaftliche Kraft verfügt.

Obwohl unsere staatlichen und nicht-staatlichen Organisation mit der Menge der Flüchtlinge überfordert waren und zum Teil offensichtlich noch immer überfordert sind, bin auch ich der Meinung: Ja, wir schaffen das! Wenn nicht wir, wer denn sonst? Und darauf bin ich, als Deutscher, stolz!

Allen Andersdenkenden und allen Noch-Zweiflern empfehle ich die Lektüre des Berichts von Raphaele Lindemann

.

1. Lernen bis zur unbewussten Kompetenz

Sicherlich hatten auch Sie zum Thema „persönliche Fähigkeiten“ schon von folgenden vier Stufen gelesen:

  • Phase 1: unbewusste Inkompetenz (die Ausgangssituation)
  • Phase 2: bewusste Inkompetenz
  • Phase 3: bewusste Kompetenz
  • Phase 4: unbewusste Kompetenz (das Ziel)

Beispiel: Ein engagierter und fachlich versierter Mitarbeiter (‚Altmeier‘) wird beauftragt, einen neu eingestellten Mitarbeiter (‚Neumann‘) anzulernen.

  • ‚Altmeier‘ erklärt und zeigt dem neuen Kollegen fünf bis zehn Minuten lang, wie er einen bestimmten Arbeitsvorgang zu erledigen hat. ‚Neumann‘ hört und sieht genau zu. (‚Altmeier‘ befindet sich in der Phase der unbewussten Inkompetenz.)
  • ‚Altmeier‘ besucht einige Zeit später das Seminar „Mitarbeiter schulen Mitarbeiter“. Dabei erfährt er, dass es wirkungsvoller ist, ‚Neumann‘ schon von Anfang an, einen neuen Arbeitsvorgang – unter Anleitung – selber machen zu lassen. Dabei sollte es einen Dialog zwischen ‚Altmeier‘ und ‚Neumann‘ geben, etwa in der Art: „Was meinst du, welchen Nutzen es hat, wenn wir es bei diesem Teilschritt auf diese Art machen?“ – ‚Altmeier‘ begreift, weshalb eine möglichst hohe Einbeziehung / Aktivierung des Lernenden von Vorteil ist und erkennt, dass er in der Vergangenheit neue Mitarbeiter deutlich effizienter hätte einarbeiten können. (‚Altmeier‘ befindet sich in der Phase der bewussten Inkompetenz.)
  • Noch innerhalb des Seminars und gleich anschließend nach seiner Rückkehr an den Arbeitsplatz versucht er, seine neuen Erkenntnisse ganz bewusst praktisch umzusetzen. (‚Altmeier‘ befindet sich in der Phase der bewussten Kompetenz.)
  • Mit der Zeit automatisiert sich ‚Altmeiers‘ neues Verhalten bei der Einarbeitung junger Kollegen; er ist sich inzwischen gar nicht mehr bewusst, was er nun alles besser macht als zuvor. (‚Altmeier‘ befindet sich nun in der Phase der unbewussten Kompetenz.)

Der Übergang von der bewussten Kompetenz zur unbewussten Kompetenz ist häufig mit erheblichen Problemen verbunden: Man weiß zwar, wie man sich richtig verhalten sollte, und man möchte sich auch richtig verhalten, aber es klappt häufig leider nicht.

Situationen für den Kampf gegen den ‚inneren Schweinehund‘ bzw. gegen alte Gewohnheiten gibt es viele: In den nächsten beiden Punkten geht es konkret um ein verbessertes verkäuferisches Verhalten und um ein verbessertes Zeitmanagement.

.

2. Sehr spezieller Lerninhalt, Teil 1: Verkaufen

15 Jahre lang hatte ich mit den MitarbeiterINNEn eines Direktversicheres ‚verkäuferische‘ Telefonate eingeübt. Auch nach dieser Zeit hat mich das Thema ‚Verkaufen können‘ weiter fasziniert.

Speziell als Lerntechnik- / Gedächtnistrainer bewegen mich dabei zwei Fragen:

  • Wie kann man das Gelernte beibehalten?
  • Wie kann man erreichen, das Gelernte praktisch anzuwenden?

Lernkarten stellen auch bei dieser Art von Lerninhalten / Lernprozessen ein wirkungsvolles Hilfsmittel dar! – überzeugen Sie sich bitte selbst:

32 Lernkarten-Inhalte zu ‚Kaufen, Verkaufen, Werben‘ (kostenfreie PDF, 11 Seiten)

VerkaufsTraining - Fragen 1-16

.

3. Sehr spezieller Lerninhalt, Teil 2: Zeitmanagement / Selbstorganisation

Bücher und Seminare vermitteln Wissen, aber für die Verwirklichung unserer Verhaltens-Vorsätze reicht das Wissen allein leider nicht aus: Alte Gewohnheiten sind stark wie Stahlseile, gute Vorsätze dagegen nur so zart wie Spinnenfäden.

Die Rede vom ‚inneren Schweinehund‘ vernebelt das Problem, denn unser Verhalten wird zu einem erheblichen Teil unterbewusst gesteuert: durch ‚innere Manuskripte‘. – Wer sein unbewusstes Denken und Handeln ändern will, muss seine inneren Manuskripte ändern!

Ein nicht erwünschtes, unbewusstes Verhalten können Sie dauerhaft verändern, indem Sie das betreffende innere Manuskript ‚überschreiben‘. Nutzen Sie hierfür Mental-Karten; sie sind die logische Fortsetzung von klugen Ratgeber-Büchern oder Verhaltens-Seminaren.

Es gibt jetzt bei amazon eine Sammlung von 56 Karten mit Autosuggestionen (Karten-Vorderseiten) plus passenden Zitaten (Karten-Rückseiten), um Ihre inneren Manuskripte für ein optimiertes Zeit-Management / für eine verbesserte Selbstorganisation zu ‚überschreiben‘. – Diese Karten sind die notwendige Ergänzung zu den schlauen Büchern und Seminaren.

Die empfohlene Handhabung: Wählen Sie zunächst zwei oder drei Karten aus, deren Texte Sie für sich am wichtigsten / wirkungsvollsten halten. Tragen Sie die ausgewählten Karten stets bei sich und lesen Sie die im Ich-Stil formulierten Texte immer wieder durch. Die selbst suggerierten Verhaltensmuster haben die Tendenz, sich zu verwirklichen: „Steter Tropfen höhlt den Stein!“ – Tauschen Sie nach einiger Zeit die Karten aus: Vielleicht wollen Sie nun noch mehr erreichen …

01 ZM-Sugg 1-8 - Werbung bei verk LK

Auf amazon finden Sie vier solcher Abbildungen mit 32 (von insgesamt 56) solcher Suggestions- / Motivationstexte
sowie eine Abbildung mit acht passenden, motivierenden Zitaten (auf den Karten-Rückseiten)
.

.

4. Negative Erfahrungen mit AEVO-Prüfungen / Kritik am IHK-System

Auf meiner beruflichen Facebook-Seite bekam ich vor einigen Tagen folgenden Post:

Jetzt kann ich es mir nicht mehr verkneifen. Ich muss einfach nachfragen.

Seit zwei Jahren schon beobachte ich Ihren erbitterten Kampf gegen die Kammern – und ich verstehe es einfach nicht. Können Sie mir bitte einfach mal erklären, warum Sie derart heftig gegen so ziemlich alles wettern, was von den Kammern kommt?

Insbesondere Ihre „Tipps“ und „Ratschläge“ für AdA-Prüflinge, welche durch die Prüfung gerauscht sind, verwirren mich doch sehr. Natürlich kann man immer, egal wo und wie und was, eine Prüfung anfechten – irgendetwas ist immer nicht 100% korrekt. Das liegt wohl in der Natur der Dinge.

Aber WARUM sollte man das tun? Ich verstehe es nicht!

Mal ehrlich – aber wer durch eine AdA-Prüfung rauscht, der hat es wirklich nicht anders verdient. Die mündl. Prüfung ist derart überschaubar, dass man sich schon SEHR anstrengen muss, diese nicht zu bestehen.

WIESO aber bestärken Sie dann solche Kandidaten, rechtlich dagegen vorzugehen? Was soll das? Das verwirrt mich einfach!!

Wenn jemand diese Prüfung nicht besteht, dann hat er meiner Meinung nach erhebliche(!!!) Defizite und kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinesfalls guten Gewissens auf junge Menschen losgelassen werden.

Wenn ich nun aber Ihre Beiträge, Ihre Homepage etc. lese, dann begreife ich nicht, was das alles soll.

Womit ich wieder beim Ausgangspunkt bin: Wie kommt es, dass ich das Gefühl habe, die Kammern sind für Sie ein Feindbild. Was genau stört Sie denn so erheblich?

Und insbesondere im Hinblick auf Ihre AdA-Aktivitäten: Meinen Sie denn wiklich, es ist irgendjemandem damit gedient, auf gerichtlichem Wege Prüflingen zum Schein zu verhelfen???

Ich frage das ganz neutral, weil interessiert.

Vielleicht schaffen Sie es ja, mir eine sachliche Erklärung für meine vielen Fragezeichen zu geben.
Danke.

Meine prägnante Antwort – in zehn klaren Punkten – hierzu erfahren Sie auf meiner Webseite zur AEVO-Lernkartei. Das Fazit lautet:

Die IHK-Verantwortlichen haben / hatten seit vielen Jahren die teilweise Inkompetenz, das teilweise ungebührliche Verhalten innerhalb der praktischen AEVO-Prüfungen und das teilweise bewusst rechtswidrige Verhalten einiger ihrer AEVO-Prüfungsausschussmitglieder nicht wahrhaben wollen, es ignoriert, vertuscht und abgestritten.

Hier die Antwort im Detail: meine Kritik am IHK-System

.

Und das waren die Inhalte der vorherigen Ausgabe

  1. Neues Youtube-Video mit mehreren Demonstrationen / Beispielen zum ‚kreativen Lern-Denken‘
  2. memoNews-LeserInnen gewinnen die attraktiven MindPapers.
  3. Wie Sie die Lernkartei / LernBox nach Leitner nutzen
    .
  4. Wo Sie noch reale Lernkarteien / LernBoxen bekommen – Rabatt-Aktion
  5. Zu verschenken: fünfmal ca. 2.400 Blanko-Lernkarten
  6. Beispiel für Lernen mit Spaß: Soziogramm mit wirklicher Hackordnung

Hier gelangen Sie zur vorherigen memoNews-Ausgabe: memoNews – vorherige Ausgabe

.

Beste Grüße, guten Nutzen!
– Ihr Reinhold Vogt –
Deutschlands innovativer Lerntechnik- / Gedächtnistrainer

.

Jetzt kostenfrei die memoNews abonnieren!

Wir versprechen: Wir verschicken keinen Spam. Die Abmeldung ist jederzeit durch 1-Klick möglich!

.

weitere Gratis-Leistungen ->

Gedächtnistraining PLUS –>