sich motivieren

Teil 1: Wie Sie sich zum Lernen motivieren

sich selber motivieren können
sich selber motivieren

Eine altbekannte Erfahrung: Wenn man keinen ausreichenden Grund (keine ausreichende Motivation) zum Lernen hat, wird das Lernen als schwer empfunden. Mit Motivation kann der Lernstoff müheloser aufgenommen und behalten werden.

Um Motivation aufzubauen oder zu verstärken, könnten Sie deshalb Gründe für das Lernen suchen, insbesondere über folgende Fragestellungen:

  • „In welchen Situationen könnte ich den Lernstoff anwenden?“
  • „Wann könnte ich den Lernstoff gebrauchen?“ (hoffentlich recht bald!)
  • „Wem gegenüber könnte ich mit dem Lerninhalt einen positiven Eindruck machen?“
  • „In welchem Zusammenhang steht der neue Lerninhalt zu dem, was ich bereits weiß?“

Wenn Sie keine zufriedenstellenden Antworten zum Grund des Lernens gefunden haben, also auch dadurch noch keine ausreichende Motivation empfinden, hilft manchmal ein Trick: Versprechen Sie sich selbst eine nette Belohnung, für den Fall, dass Sie zumindest eine kleinere Lernmenge erfolgreich bearbeitet haben.

Welche Art von Belohnung wirken könnte, wird von Person zu Person anders sein. Für den einen ist es eine kleine genüssliche Kaffeepause, für den anderen die 200-Gramm-Tafel Schokolade …

Wenn dieser Trick mit der selbst verschafften Belohnung geholfen hat, können Sie ihn natürlich auch für die nächste Lern-Etappe anwenden. Vermutlich brauchen Sie aber diesen Umweg gar nicht mehr, weil Sie inzwischen Freude am Lernstoff selbst gefunden hat – und damit über eine noch viel stärkere (nämlich ‚primäre‘) Motivation verfügen.

Zwischenfrage: Wie wollen / werden Sie Ihre Lernmotivation künftig konkret stärken?

Ein häufiges Problem für das Lernen von schulischen Inhalten ist, dass Schüler u. U. überhaupt kein (eigenes!) Interesse an den betreffenden Lerninhalten haben. Weder Eltern, noch Lehrer schaffen es in vielen Fällen, das Interesse hierfür zu wecken. – Der häufige Seufzer von Eltern „Mein Sohn / meine Tochter tut überhaupt nichts für die Schule; der / die ist stinkfaul!“ sollte überdacht werden. Meist wäre es treffender: „Dieses oder jenes Schulfach interessiert ihn / sie leider überhaupt nicht!“ Denn Kinder ‚tun‘ eigentlich immer etwas, z. B. mit anderen Kindern spielen, fernsehen, Smartphone-Spiele spielen, Facebook- / Whatsapp-Nachrichten lesen und schreiben, … – Mitunter gibt es ganz plötzliche Motivations-Änderungen: Das betreffende Fach wird von einer anderen Lehrerin / von einem anderen Lehrer unterrichtet … ! (Für Kinder ist die Beziehung zur Lehrperson wichtiger als zum Lerninhalt!)

FazitErwachsene sind für ihre Lern-Motivation auf jeden Fall selbst verantwortlich!

Aber:

Auch Dozenten, Referenten, Trainer in der Erwachsenenbildung können dazu beitragen, die Motivation der Lernenden zu fördern … oder kaputt zu machen. – Sollten Sie, als Erwachsener, an einer Bildungsveranstaltung teilnehmen, bei der der Referent unstrukturiert vorgeht oder in der der Referent die Lerninhalte zu abstrakt (ohne anschauliche Beispiele) darstellt, dann scheuen Sie sich nicht, Ihren Unmut zu äußern! („Wer kämpft, kann verlieren. – Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“)

Zusatz-Info: Motivation ist eine wichtige Voraussetzung fürs Lernen; eine noch größere Bedeutung hat das Vorwissen! (Das ist seit einigen Jahren eine wissenschaftliche Erkenntnis) Deshalb war schon vor 15 Jahren die obige Frage „In welchem Zusammenhang steht der neue Lerninhalt zu dem, was ich bereits weiß?“ richtig und wichtig!

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Teil 2: Tipps für Lehrende

  • Präsentieren Sie zunächst jeweils ein Beispiel, erst anschließend die Abstraktion / die allgemein gültige Regel (induktives Vorgehen).
  • Knüpfen Sie gezielt an das Vorwissen der Lernenden an (‚Ankerplätze‘ – assoziierendes Lehren).
  • Geben Sie zu den Inhalten, die für die Lernenden nicht kapierbar (bzw. die noch nicht kapierbar) sind, kreative Merkhilfen bzw. lassen Sie Merkhilfen von den Lernenden entwickeln. (siehe kreatives Lern-Denken)
  • Stellen Sie Ihren Lernenden zum Faktenwissen prägnant formulierte Frage-/Antwort-Kombinationen in Lernkarten-Form zur Verfügung. Das erleichtert das Wiederholungs-Lernen ‚aus dem Kopf heraus‘. (Damit haben Sie auch eine Präferenz gegenüber Ihren Mitbewerbern.)

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Checkliste zur Selbstmotivation

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Selbstmotivation-Checkliste, Teil 1

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